Wissenschaftlicher Name: Zea mays
Pharmazeutischer Name: Maydis stigma
Synonyme: Maisbart, Maisgriffel, Maisnarbe, Welschkornhaare
Familie: Poaceae = Graminacea (Süßgräser)
Der Maisbart sind die Haare auf den Maiskolben der Maispflanze. Diese ist nicht einheimisch, sondern kommt aus der Gegend um Mexiko. Mais gehört zu den Süßgräsern und ist mit unseren heimischen Getreiden verwandt. Mais ist ein Steppenbewohner wie die Sonnenblume, Topinambur und auch Echinacea. Alle werden sie sehr hoch und streben zur Sonne.
Mais ist also ein Gras, wenn auch ein sehr hohes. Er kann 1,5 bis 3 Meter hoch werden. Gräser sind einkeimblättrig (Monokotelydon) und haben eine spezielle Maserung der Blätter, deren Blattfasern nämlich parallel verlaufen. Der Mais vergeht nach der Samenbildung und stirbt ab.
Die weiblichen Blütenähren sitzen in Seitenachseln zwischen den stengelumfassenden Blättern, die männliche Blütenähre ist der Abschluss der ganzen Pflanze und ragt über die Blätter hinaus. Dort blühen die männlichen Blüten und erzeugen einen relativ schweren Pollen, der von Wind verweht wird. Um Selbstbestäubung zu verhindern, reift der Pollen etwas früher als die weiblichen Blüten. Diese blühen an den seitlichen Ähren, die sich später zu den dicken, bekannten Maiskolben entwickeln. Der Maisbart, oder auch das Maishaar sind die langen Griffel der weiblichen Blüten, die später aus dem Kolben herausragen und abtrocknen. Der Pollen muss den weiten Weg durch die Griffel bis zum Fruchtknoten wandern, um ein Maiskorn zu entwickeln. Die Hüllblätter und Spelze trocknen früh ab, sodass der gereifte Mais unbehüllt ist. Da die Pflanze sehr hoch wird, kann sie sproßbürtige Wurzeln ausbilden, das sind Wurzeln, de aus dem Sproß wachsen und sich in den Boden absenken, um die Pflanze zu stabilisieren.
Mais ist eine wärmeliebende Pflanze, die Trockenheit, aber auch Regen gut verträgt. Er keimt erst ab 7-10 Grad Celsius und braucht viele Nährstoffe und viel Sonne, um zu reifen.
Die Wirkung des Geschmacks wird in den Theoretischen Grundlagen erläutert.
Tropismus: Milz, Dreifacher Erwärmer, Blase
Der Maisbart ist ein Entwässerungsmittel. Er kühlt und leitet feuchte Hitze aus. So wird er bei Erkrankungen des Urogenitalssystems, zur Entwässerung bei leicht erhöhten Blutdruck, bei Ödemen und bei der Behandlung von Rheuma und Gicht eingesetzt.
Kraut, dass das Milz-Qi und den San Jiao behandelt
Hitze, Wind und Nässe eliminierendes Kraut
Nässe trocknendes Kraut - feuchte Hitze
Ausführlich werden die Kategorien unter Kategorien & Rezepturen vorgestellt. Dort werden auch weitere Pflanzen gelistet, die wir der jeweiligen Kategorie zugeordnet haben.
Wir setzen Heilpflanzen in der Regel nicht als Einzeldroge, sondern gemeinsam mit anderen Heilpflanzen ein; wie wir sie kombinieren, ist im Abschnitt “Rezepturenlehre” erläutert. Informationen zu den verschiedenen Darreichungsformen sind in der Rubrik "Theoretische Grundlagen" hinterlegt.
Nicht bekannt.
Bisher fehlen Erkenntnisse und Daten zur Sicherheit der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren. Die Anwendung wird daher nicht empfohlen.
Treten unter der Behandlung Fieber, Krämpfe beim Wasserlassen, Dysurie oder Hämaturie auf oder verschlechtern sich die Beschwerden, sollten ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden.
Im Falle einer geplanten gemeinsamen Anwendung zusammen mit Arzneistoffen sollten Nutzen und Risiken gemeinsam mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgewogen werden.
mind. 80 verschiedene Verbindungen darunter
Eine ausführliche Liste der nachgewiesenen Pflanzenstoffe, ist hier veröffentlicht. Die Zusammensetzung der Pflanzenstoffe kann sich je nach Standort, Klima und Zeitpunkt der Ernte der Arzneidroge sowie dem Auszugsmittel und der Darreichungsform unterscheiden. Ausführlich werden die Pflanzenstoffgruppen unter Pflanzenstoffe A-Z vorgestellt.
Die von uns bei der Erstellung der Inhalte für diese Webseite verwendeten Fachbücher sind im Literaturverzeichnis einsehbar. Darüber hinaus basieren die Inhalte zu dieser Pflanze auf folgenden Quellen:
> HPMC-Monographie der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA)
> Wang Y, Mao J, Zhang M et al. An Umbrella Insight into the Phytochemistry Features and Biological Activities of Corn Silk: A Narrative Review. Molecules. 2024 Feb 18;29(4):891.
> Hasanudin K, Hashim P, Mustafa S. Corn silk (Stigma maydis) in healthcare: a phytochemical and pharmacological review. Molecules. 2012 Aug 13;17(8):9697-715.