Wissenschaftlicher Name: Orthosyphon stamineus/ Orthosiphon aristatus (syn.)
Pharmazeutischer Name: Orthosyphonis herba
Synonyme: Katzenbart, Orthosiphon, indischer Blasen und Nierentee, Javatee: aus tropischem Asien
Familie: Lamiaceae (Lippenblütler), Unterfamilie Nepetoideae
Der Katzenbart hat verschiedene Namen: Orthosiphon, Javatee oder auch indischer Blasen-und Nierentee, womit auch gleich die Therapierichtung erwähnt wird. Er ist ein Lippenblütler und verwandt mit Basilikum, Lavendel und Rosmarin. Seine Herkunftsländer sind in Südostasien, er mag es warm. In unseren Breiten wird er nur in Botanischen Gärten gezeigt. Der Name Katzenbart weist auf die auffälligen Staubgefäße hin, die horizontal wie Schnurrhaare nach außen zeigen. Die Blüten sind in ährigen Quirlen angeordnet, die am Ende der Zweige wachsen. Ansonsten folgt die Pflanze dem klassischen Aufbau der Lippenblütler: ein vierkantiger Stengel mit kreuzgegeständlichen Blättern, die dunkelgrün und gezähnt sind, wächst relativ gerade in die Höhe. Je älter der Strauch wird, desto buschiger sieht er aus.
Die Wirkung des Geschmacks wird in den Theoretischen Grundlagen erläutert.
Tropismus: Nieren, Leber, Lunge, Milz
Der Indische Blasen-und Nierentee wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in unserer Pharmakologie aufgenommen, weil er eine spezifische Wirkung auf die Niere, die Blase und das Entwässern hat. Er kann als Botenkraut zur Niere gelten.
Kraut, dass das Nieren-Yang behandelt
Leere Hitze behandelndes Kraut
Ausführlich werden die Kategorien unter Kategorien & Rezepturen vorgestellt. Dort werden auch weitere Pflanzen gelistet, die wir der jeweiligen Kategorie zugeordnet haben.
Wir setzen Heilpflanzen in der Regel nicht als Einzeldroge, sondern gemeinsam mit anderen Heilpflanzen ein; wie wir sie kombinieren, ist im Abschnitt “Rezepturenlehre” erläutert. Informationen zu den verschiedenen Darreichungsformen sind in der Rubrik "Theoretische Grundlagen" hinterlegt.
Nicht bekannt.
Bisher fehlen Erkenntnisse und Daten zur Sicherheit der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Die Anwendung wird daher nicht empfohlen.
Treten unter der Behandlung Fieber, Krämpfe beim Wasserlassen, Dysurie oder Hämaturie auf oder verschlechtern sich die Beschwerden, sollten ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden.
Im Falle einer geplanten gemeinsamen Anwendung zusammen mit Arzneistoffen sollten Nutzen und Risiken gemeinsam mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt abgewogen werden.
Die Zusammensetzung der Pflanzenstoffe kann sich je nach Standort, Klima und Zeitpunkt der Ernte der Arzneidroge sowie dem Auszugsmittel und der Darreichungsform unterscheiden. Ausführlich werden die Pflanzenstoffgruppen unter Pflanzenstoffe A-Z vorgestellt.
Die von uns bei der Erstellung der Inhalte für diese Webseite verwendeten Fachbücher sind im Literaturverzeichnis einsehbar. Darüber hinaus basieren die Inhalte zu dieser Pflanze auf folgenden Quellen:
> Wang Q, Wang J, Li N et al. A Systematic Review of Orthosiphon stamineus Benth. in the Treatment of Diabetes and Its Complications. Molecules. 2022 Jan 10;27(2):444.
> Ashraf K, Sultan S, Adam A. Orthosiphon stamineus Benth. is an Outstanding Food Medicine: Review of Phytochemical and Pharmacological Activities. J Pharm Bioallied Sci. 2018 Jul-Sep;10(3):109-118.
> HPMC-Monographie der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA)